In Morcote steht die Kirche Santa Maria del Sasso. Sie befindet sich östlich vom Scherrer Park, der als botanisches und künstlerisches Juwel bezeichnet wird.
Casa Berno
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Kirche Santa Maria del Sasso - Morcote

Anschrift

Katholische Pfarrei
6922 Morcote
Telefon +41 (0)91 996 12 50 

Beschreibung

Die Kirche Santa Maria del Sasso, gelegen am Fuße eines Berges.

Kirche Santa Maria del Sasso - Morcote 1300 gab es in der von den Antonianer Mönchen gegründete Kirche Sant'Antonio Abate nicht mehr genug Platz für die zahlreichen Gläubigen. So erinnerte man sich an die kleine Votivkappelle am Fusse des Felsen, wo 1313 eine kleine Madonnenstatue aus Stein gefunden wurde. An diesem heiligen Ort wurde die Kirche (1462-1478) mit drei Schiffen in romanischem Stil und sechs charakteristischen Pfeilern aus Terracotta erbaut. Die seitliche San Carlo geweihte Kappelle entstand 1581, die frontale Kappelle mit der Kreuzigung 1591. 1750-58 wurden die Altarnische und die beiden Sakristeien gebaut. 1758 wurde im Barockstil umgebaut und ein neuer Chor auf der Südseite angebracht. Die Orgel aus 1700 stellte man 1785 in die Apsis. Die dortigen Fresken mit Szenen der Passion stammen von Domenico Sursnicus (1513): rechts der Olivenhain, links Christus mit dem Kreuz. Auf der Frontseite eine Kreuzigung, im Gewölbe Episoden aus der Genesis. Die ältesten Fresken, stammen aus 1480-90 und befinden sich im Kreuzgewölbe und auf der Arkade des süd-östlichen Bogenfeldes. Dargestellt sind der Ewige Vater, die Heiligen Augustus, Thomas aus Aquino und Geronimo. Diese Fresken sind von hoher Qualität und einzigartig in der lombardischen Kunstgeschichte. Die sechs Heiligenfiguren im Mittelschiff stammen von Domenico da Montorfano. Der wunderbare Fischfang im südwestlich gelegenen Seitenschiff stammt vermutlich von Bartolomeo Sardi, der um 1500 als politischer Flüchtling in der Region weilte.

Im Gewölbe, Medaillons mit der Taube des Heiligen Geistes und Engeln; auf den Querbögen, Sybillen; links neben dem Portal, die Heiligen Johannes und Antonius der Eremit (1614); auf der gegenüberliegenden Wand die Heiligen Paulus und Antonius auf Landschaftshintergrund. Rechts, ein Wappen der Familie Fossati (1595). Darunter San Carlo Borromeo und Madonna Lauratana (1614). Im westlichen Seitenschiff sind vier Szenen von Johannes dem Täufer zu bewundern; in der östlichen Lünette die "Stigmatisierung des Heiligen Franziskus", auch von Tarilli. In den Seitenschiffen links Altarbild mit Rosenkranz und zwei Heiligen, rechts eine Madonnenstatue auf dem Thron (16. Jh.). Die Sakramentskappelle (1591) hat Kassettenstuckaturen im Tonnengewölbe, einen Stuckaltar mit Gemälde der Kreuzigung und seitlich Freskofiguren der Konfraternität des Sakraments (1611). Auf der gegenüberliegenden Seite liegt die Checca-Kappelle (1581), die während der Barockzeit mit illusionistischen Architekturen versehen und 1795, vermutlich von Cipriano Pelli di Aranno, bemalt wurde. Im Fronton des Altars steht eine Büste des Heiligen Carlo Borromeo (17. Jh.). Die Gemälde neben der Kreuzigungskappelle stammen aus dem frühen 17. Jh. Auf dem Hauptaltar aus Marmor (1758) steht eine Madonnenstatue (16. Jh.). Der spätromanische Kirchturm (16. Jh.) wurde nach Plänen von den Künstlern Rossi und Paleari aus Morcote mit Steinblöcken der Schlossringmauer errichtet. Morcote weist noch andere historische Gebäude von nationaler Bedeutung auf und ist Heimat von berühmten Künstlerfamilien wie: Fossati, Bazzurri, Paleari, Raggi Caccia. Das Dorf dehnte sich dem Seeufer entlang aus, mit Herrschaftshäusern und den typischen Arkaden im Erdgeschoss, einst Unterstand für die Fischerboote. Der Abschlussturm der Ringmauer, Torre del Capitano (1249), ist ein Besuch wert. Von der Seepromenade führen mehrere Treppen zur Kirche. Nach deren Besichtigung ist ein Halt auf dem Friedhof mit den Gräber von berühmten Personen wie Alexander Moissi und Eugène d'Albert angesagt. Der nächste Besuch gebührt dem Oratorium vom Heiligen Antonius aus Padua. Es ist ein achteckiger Bau auf drei Stockwerken (1676). Die Stuckverzierungen im Chor (1682) stammen von Abbondio Paleari. Die Fresken in der Kuppel aus der gleichen Zeit sind Werke von Johann Carlone und stellen Szenen aus dem Leben Christi und der Apostel dar. Von dort führt ein Kreuzweg mit 404 Treppenstufen zur Kirche Sant’Antonio Abate (1300), darüber das ehemaligen Kloster der Antonianer Mönche, heute ist dort die Primarschule untergebracht. In zwei Seitenkappellen der Kirche gibt es Fresken von Cino Chiesa da Seregno mit Aposteln und der Heiligen Familie. Über dem Altar ist das Jüngste Gericht von Antonio Ripa. Von der Kirche aus führt eine Treppe zum Dorfzentrum, eine andere zum See in die Nähe des Rathauses. Westlich davon befindet sich der Scherrer Park, ein botanisches und künstlerisches Juwel.

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